Unser pädagogisches Konzept

Grundlagen pädagogischer Arbeit und ihre Ziele:

Die Kindertagesstätte „Zwergenland“ ist eine familienergänzend Institution. Wir arbeiten nach dem Thüringer Bildungsplan und nutzen die uns zur Verfügung stehenden Begebenheiten, wie die Lage in Waldesnähe und die dörfliche Umgebung. Das aktive Erleben steht im Vordergrund. Die Kinder sollen sich ausprobieren, sich jeden Tag neu entdecken und eigene wertvolle Erfahrungen sammeln. Hierbei handelt die Erzieherin stets unterstützend.
Die Kinder übernehmen Verantwortung für kleine Erledigungen, zum Beispiel beim Tisch decken oder abräumen. Dabei ist es uns wichtig, dass die Kinder auch Fehler machen dürfen. Denn nur durch Fehler lernen die Kinder sich selbst zu erfahren und erkennen, dass ihr Handeln auch Folgen bzw. Konsequenzen mit sich bringen kann. Wir durchleben gemeinsam Höhen und Tiefen, zum Beispiel bei Dingen die die Familie beschäftigen. Denn nur so können wir die Kinder mit all ihren Bedürfnissen wahrnehmen und gemeinsam den Tag erleben. Durch die Lage unserer Einrichtung, ist es uns möglich das ländliche Leben mit all seinen Vorzügen kennen und schätzen zu lernen. Zum Beispiel durch Besuche auf dem Bauernhof, Wanderungen in den Wald oder bei ausgiebigen Spaziergängen in die Natur. Wichtig sind uns auch Traditionen und das gemeinsame Erleben von Festen und Feiern. Jedes Jahr werden in unserer Einrichtung verschiedene Feste im Jahreslauf, wie das Osterfest, Fasching oder Weihnachten gemeinsam begangen.
Jedes Kind ist einzigartig und unverwechselbar. Wir holen das Kind mit all seinen Stärken und seinen Ressourcen an seinem IST-Stand ab. Die Kinder können ihre Welt selbst entdecken, konstruieren und erleben. So stehen in jedem Gruppenraum altersspezifische Materialien, wie zum Beispiel Schere, Stifte und Papier zur freien Verfügung. Uns ist es wichtig, dass alle Materialien und zum Beispiel auch das Essensgeschirr für die Kinder gut erreichbar sind.
Aber auch die Rechte, Interessen und die individuellen Bedürfnisse der Kinder liegen uns sehr am Herzen. Kinder haben ein Recht auf Liebe, Anerkennung und Zuwendung. Sie sollen wachsen können, sie selbst sein und sich geachtet fühlen. Wir legen Vertrauen in jedes Kind, wir motivieren sie zum selbständigen Ausprobieren und zum Finden von Lösungen. Gemeinsam mit den Kindern stellen wir Regeln für das gemeinsame Zusammenleben auf. Zum Beispiel gegenseitige Rücksichtnahme und die Hilfe und Achtung untereinander. Die Kinder sollen sich zu einer eigenverantwortlichen, selbstständigen und bewusst handelnden Persönlichkeit entwickeln können. Es ist uns wichtig, dass das Kind bei uns „Kind sein“ darf und nicht als kleine Erwachsene angesehen werden. Auch Kinder mit integrativem Hintergrund sind in unserer Einrichtung willkommen. Hier arbeiten wir eng mit der Förderstelle des Jugendamtes zusammen, um diesen Kinder einen gerechten und unkomplizierten Tagesablauf zu ermöglichen. Die Kinder erhalten im Alltag Förderung und Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten.
Wir als Pädagogen sehen uns als Vorbilder für die Kinder und tragen die Verantwortung für diese.
Wir sehen uns als Beobachter, Begleiter und als Unterstützer, nicht als „Bestimmer“. Das Verhältnis zwischen Erzieher und Kind ist ein partnerschaftliches Miteinander. Es ist durch gegenseitige Achtung, Toleranz und Wertschätzung geprägt.
Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe und Mitbestimmung der Kinder. Wir beobachten die Kinder gezielt im Tagesablauf und können uns somit an ihren Interessen orientieren. Je nach der altersspezifischen Entwicklung werden die Kinder in den Kindergartenalltag mit einbezogen und sie sind in alle Entscheidungsprozesse eingebunden, die das Zusammenleben betreffen. Zum Beispiel werden Regeln für das Zusammenleben bei uns gemeinsam besprochen, aufgestellt und manchmal wieder verworfen. Während des Tagesablaufes geben wir den Kindern die Möglichkeit mitzubestimmen. Dies betrifft auch die Mahlzeiten, welche sich die Kinder selbstständig und nach eigenem Ermessen auftun. Sie können auch beim Frühstück und Vesper ihre Wünsche äußern, was sie gerne einmal essen möchten. Im Freispiel wählen sie den Spielort und ihren Spielpartner selbst und entscheiden auch mit was sie spielen möchten. Deshalb sind alle Spielmaterialien, aber auch Papier, Stifte, Scheren, Leim usw. für alle Kinder frei zugänglich. Auch bei der Themenfindung für Lernangeboten oder Projekten zählt die Meinung der Kinder. Sie können stets ihre Ideen mit einbringen.
Der Wechsel von der Familie in den Kindergarten stellt für das Kind eine große Herausforderung dar. Das Kind muss meist zum ersten Mal eine längere Trennung von den Eltern bewältigen. Das Kind lernt eine neue Umgebung kennen, neue Kinder und Erzieher, sowie einen anderen Tagesablauf. Um sich an all die neuen Situationen zu gewöhnen, braucht das Kind Zeit und unbedingt die Unterstützung von den Eltern.
Die Eltern haben vor der Anmeldung ihres Kindes die Möglichkeit die Einrichtung zu besichtigen und Fragen, welche sie im Vorfeld bewegen, zu stellen. Für jedes Kind beginnt mit dem Eintritt in die Grundschule ein neuer Lebensabschnitt. Neue Menschen, neue Lernformen und neue Lerninhalte prägen diese wichtige Phase in der Entwicklung der Kinder. Damit sie sich mit Zuversicht, Neugier und Freude auf ihre neue Situation einlassen können, ist es von großer Bedeutung, dass dieser Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind positiv erlebt wird. Kurz vor dem Schuleintritt besucht die zukünftige Klassenlehrerin den Kindergarten, um die Kinder kennenzulernen, eventuelle erste Fragen von ihnen zu beantworten und auch um mit deren Bezugserzieherin zu sprechen. Aber auch die Vorschulkinder besuchen die Grundschule zu gemeinsamen Vorschulnachmittagen. Dort lernen sie ihre zukünftigen Klassenkameraden kennen und schauen sich die Räumlichkeiten an. Das Zuckertütenfest als Höhepunkt und gleichzeitiger Abschluss für die zukünftigen Schulanfänger stellt einen großen Höhepunkt in unserer Einrichtung dar.
Es besteht ein Kooperationsvertrag mit der Grundschule in Harpersdorf, welcher die Zusammenarbeit erleichtert und einen besseren Übergang gewährleisten kann.

 

Pädagogischer Ansatz:

„Wo Kinder leben, lernen und sich bilden – da tun sie es ganz und er – lebend“

Seit Anfang des Jahres 2004 haben wir begonnen einen neuen Weg in unserer pädagogischen Arbeit zu beschreiten.
Wir arbeiten in unserer Einrichtung nach dem Lebensbezogenen Ansatz. Im Zentrum dieser Pädagogik steht das Leben des Kindes, und zwar bezogen auf das Leben in der Welt. Die Erzieherin ist in Sorge um das gelingende Leben ihrer Kinder und trägt dafür Verantwortung. Sie führt dabei eine begleitende und unterstützende Rolle aus.

Der Begriff „Lebensbezogen“:
Lebensbezogen heißt dieser Didaktische Ansatz, weil Leben und Lernen der Kinder – in Gemeinschaft mit den Erzieherinnen – im Vordergrund steht.

 

Wichtig sind:

  • Leben in Gegenwart und Zukunft ( auch Schulvorbereitung )
  • Zusammenleben mit Kindern mit Behinderung
  • Leben als Vergangenheit schätzen ( Traditionen, Kulturgüter vermitteln)
  • Überleben von Menschheit und Natur bedenken – Weiterleben
  • Er – leben als Methode und Prinzip
  • Wirkliches Leben, z.B. gesellschaftliche Zustände, ernst nehmen

 

Kind und Erzieher

  • das Kind wird ernst genommen als Person mit seinen Bedürfnissen
  • es will in der Gegenwart leben, soll aber auch für die Zukunft lernen
  • die Erzieherin ist seine verantwortliche pädagogische Begleiterin
  • professionell und autorisiert
  • partnerschaftlich und warmherzig

 

Was gibt die Orientierung? – Werte und Ziele
Der Lebensbezogenen Ansatz ist eine Didaktik, bei der sich Leben und Lernen der Kinder an Werten und Zielen orientierten.

 

Deshalb soll Erziehung und Bildung zu

  • Freude am Leben – mit sich und anderen: SOLIDARITÄT
  • Maßhalten, Mit – leiden und teilen können: GERECHTIGKEIT
  • Verantwortungsbewusstsein und Friedensfähigkeit
  • Ethisches Bewusstsein von guten und unerlaubtem Handeln
  • Sicht des Ganzen und Folgen des eigenen Handeln erkennen
  • Umwelt-, Natur- und Energiebewusstsein
    In der Summe
  • eine Erziehung und Bildung zum WELTBÜRGER

 

Formen und Methoden der Lebensbezogenen Pädagogik

  • freies Spiel
  • Individuelles und Kleingruppen bezogenes Aktivitätsangebot
  • Projektmethode mit den 7 Bildungsbereichen des Thüringer Bildungsplanes

 

Leitsätze und Leitbild

  • Beachtung der Lage und Befindlichkeit des Kindes, besonders des einzelnen
  • Ausgewogenheit von sozialer, emotionaler und kognitiver Förderung
  • Zusammenarbeit und Vernetzung ( Gemeinwesen ), Hineinwirken in das Leben
  • Werte orientierte Ziele und partnerschaftlicher Erziehungsstil
  • offene Planung
  • das Kind in seiner ganzen und gesamten Persönlichkeit beachten ( nicht nur als Erziehendes )

 

„ Kinder sollen sich im Kindergarten wohlfühlen und dort gerne hingehen.“

Unsere Erzieherinnen bemühen sich um

  • eine gute Versorgung und Betreuung der Kinder
  • eine Kind orientierende Bildung durch schöne Erlebnisse
  • eine kindgerechte Bildung durch pädagogisch – partnerschaftliche Begleitung

 

Bildung und Erziehung:

Erziehung ist ein bewusst gestalteter, wechselseitiger Prozess von sozialer Kommunikation und Interaktion zwischen der Erzieherin und dem Kind. Durch die Erzieherin werden Erziehungs- und Bildungsprozesse angestoßen. Erziehung und Bildung stehen wechselseitig gegenüber. Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Jedes Kind bildet sich entsprechend seiner eigenen Weise, seines eigenen Tempos und nach seinem eigenen Interesse. Angewiesen ist es dabei aber auf die Erzieherin, welche den Raum dafür vorgibt. Kinder lernen in verschiedenen Bildungsgelegenheiten. Dies geschieht zum einen ganz beiläufig in verschiedenen Alltagssituationen, wie zum Beispiel beim Anziehen einer Jacke und das damit verbundene Schließen des Reißverschlusses. Zum anderen lernen die Kinder aber auch in einem vorstrukturierten Rahmen, welcher von der Erzieherin ermöglicht wird. Sie wählen und entscheiden entsprechend ihrer Interessen selbst aus, wie sie diesen weitergestalten möchten. So zum Beispiel bei Lernangeboten oder beim Besuch der Feuerwehr. Des Weiteren gibt es drei Dimensionen von Bildung, in denen das Kind mit der Welt in Beziehung tritt, sich und andere in der Welt erfährt und sich auseinander setzt. Die personale, soziale und sachliche Dimension. In der personalen Dimension erlebt sich das Kind als Person und kann somit seine Persönlichkeit frei entfalten. Die soziale Dimension umfasst den sozialen Bezug des Kindes zur Welt. Zum Beispiel wenn es soziale Regeln kennenlernt und andere Kinder in der Gruppe akzeptiert. Bei der sachlichen Dimension erwerben die Kinder Sach-und Methodenkompetenzen, sie werden in der Welt tätig und entdecken diese. Dies geschieht in verschiedenen Bildungsbereichen. Um ein Kind ganzheitlich zu fördern, achten wir stets darauf, dass alle Bildungsbereiche angesprochen werden. Diese Bereiche sind die sprachliche und schriftsprachliche Bildung, die motorische und gesundheitliche Bildung, die naturwissenschaftliche und technische Bildung, die mathematische Bildung, die musikalische Bildung, die künstlerisch-gestaltende Bildung und die soziokulturelle, moralische und religiöse Bildung.

Sprachliche und schriftsprachliche Bildung
Die Sprache ist fest in den Alltag integriert. Sie ermöglicht Verständigung und Verstehen, als Grundbedingung des Zusammenlebens. Wir regen die Kinder zum Sprechen an, motivieren sie ihre Gefühle und Bedürfnisse zu äußern, sich gegenseitig zuzuhören und Konflikte verbal zu lösen. Im Tagesablauf werden Lieder gesungen, Bücher vorgelesen und Fingerspiele vorgezeigt, bei denen die Kinder zum mit machen animiert werden. Jeder Gruppenraum verfügt über eine Bücher- bzw. Kuschelecke, in denen die Kinder selbstständig Bücher betrachten können.

Motorische und gesundheitliche Bildung
Unser Ziel ist es, den Kindern ein gutes Körperbewusstsein zu vermitteln. Sie sollen ihren Körper und auch ihre Grenzen kennenlernen und einschätzen können. Die Gruppenräume und auch das Außengelände bieten dafür gute Möglichkeiten. Die Kinder können sich austesten und eine körperliche Geschicklichkeit entwickeln. Wir begleiten sie bei neuen Herausforderungen und setzen Bewegungsanreize im Tagesablauf. Einmal wöchentlich fahren die Kinder ab drei Jahren in die Turnhalle nach Harpersdorf. Dort finden altersspezifische Sport- und Bewegungsangebote statt. Auch bereiten wir die Kinder dort auf die jährliche Teilnahme am Sportfest vor. Der Spaß an der Bewegung steht dabei für uns im Vordergrund. Die motorische und gesundheitliche Bildung umfasst auch die Ernährung. Wir bieten in unserer Einrichtung eine Ganztagsverpflegung an, bereiten Frühstück und Vesper mit den Kindern gemeinsam und täglich frisch zu. Auch ein Obstfrühstück steht täglich auf dem Speiseplan. In unserer Kinderküche kochen und backen wir gemeinsam. Hierbei legen wir großen Wert auf eine gesunde Ernährung. Naturwissenschaftliche und technische Bildung Wie entsteht ein Regenbogen? Warum wird aus Regen Schnee? Warum gibt es Tag und Nacht? In alltäglichen Situationen, aber auch in angeleiteten und altersspezifischen Experimenten sollen die Kinder naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen sammeln. Wir unterstützen die Kinder darin, sich als Teil ihrer eigenen Umwelt zu sehen und Fragen darüber zu stellen. Bei Ausflügen außerhalb der Einrichtung, zum Beispiel in den nahegelegen Wald, den Bahnhof oder auf den Bauernhof, in den Tierpark oder in die Puppenbühne nach Gera unterstützen wir das kindliche Interesse an Natur und Technik.

Mathematische Bildung
Die Kinder bekommen bei uns spielerische Unterstützung in Alltagssituationen, um ein Verständnis und Gefühl für Mengen, Größen, Zeit und Reihenfolge und für Formen zu entwickeln. In altersspezifischen Lernangeboten, aber auch im gesamten Tagesablauf kommen die Kinder in Kontakt mit Zahlen, sie sortieren und vergleichen, finden Gemeinsamkeiten und Unterschiede und lernen ihr Alter kennen. Beim gemeinsamen Spielen von altersspezifischen Regelspielen erlernen sie Symbole und Ziffern.

Musikalische Bildung
Musik und Bewegung spielen in unserer Einrichtung eine wichtige Rolle. Wir möchten den Kindern Spaß am Singen und Bewegen vermitteln. Im gesamten Tagesablauf wird Musik integriert, wir singen Lieder, lernen Fingerspiele und bewegen uns zu Tanzliedern und Kreisspielen. Die Kinder lernen Musikinstrumente und den Umgang mit ihnen kennen. Bei Festen und Feiern im Kindergarten spielt Musik eine große Rolle. Die Kinder lernen mit Begeisterung Lieder und Tänze, um diese dann vorzuführen.

Künstlerisch-ästhetische Bildung
In den Gruppenräumen finden sich, jederzeit für die Kinder zugänglich, verschiedene Materialien, wie Papier, Stifte und Farben. Wir motivieren die Kinder eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen, geben Anregungen und zeigen Beispiele auf. In angeleiteten Angeboten lernen die Kinder verschiedene Gestaltungstechniken kennen und können diese selbst ausprobieren. Hierbei steht die individuelle Kreativität der Kinder im Vordergrund. Die Vermittlung einer Wertschätzung gegenüber der eigenen Arbeiten und den anderer, ist uns dabei sehr wichtig. Schneiden, Malen und Bauen dienen als Mittel zur Unterstützung der Grob-und Feinmotorik. Wir basteln auch mit selbst gesammelten Naturmaterialien und verschiedenen Alltagsgegenständen. Dabei können die Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen erfahren.

Soziokulturelle, moralische und religiöse Bildung
Die Kinder sollen in ihrer sozialen Umwelt Formen und Regeln für das Zusammenleben kennen lernen. Sie sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit anderen wahrnehmen, Wertschätzung anderer erfahren und erbringen und auch ihre eigenen Gefühle und Wahrnehmungen äußern können. Uns ist ein freundlicher und aufrichtiger Umgang miteinander sehr wichtig. Gemeinsam gestalten und erleben wir Feste und Feiern im Jahreslauf, wie zum Beispiel den Oma-Opa-Tag, das Zuckertütenfest oder auch Geburtstage. Halt bekommen die Kinder bei uns durch Rituale und gruppenübergreifende Regeln.

Das Spiel ist die Haupttätigkeit der Kinder, in der sie sich neugierig, aktiv und selbstbestimmt mit der Natur, ihrer Umgebung und Problemen auseinandersetzen. Im Spiel spiegeln sich ihre Erfahrungen und die Begebenheiten der Kinder wieder. Außerdem erlangen sie eine Beziehung zu Spielsachen, Spielpartner, Spielthemen und zu sich selbst. Ausgeprägte Freispielphasen sind uns deshalb sehr wichtig. Wir als Erzieherinnen sehen uns als Spielpartner und Spielbegleiter und geben den Kindern Anreize und Impulse. Eine wichtige Bedeutung hat das Rollenspiel. Die Kinder können frei nach ihrer Fantasie und nach ihren Vorstellungen in verschiedene und geschlechterspezifische Rollen schlüpfen und sich ausprobieren. Sie können sich hierbei neu entdecken. In jedem Gruppenraum findet sich zum Beispiel eine Bauecke, eine Puppenecke und Spielküche. Auch Verkleidungskisten stehen den Kindern zur Verfügung. Jungen und Mädchen haben die gleichen Chancen beim Zugang zu Räumen, Materialien und Angeboten. So können sie sich mit ihrem Geschlecht und der damit verbundenen Rolle auseinandersetzen und für sich entdecken. Wir achten dabei darauf, dass Mädchen und Jungen gleichermaßen angesprochen werden, aber auch die Unterschiede innerhalb der Gruppe wahrgenommen und akzeptiert werden.
Jedes Kind, das in unsere Einrichtung kommt, will wachsen und lernen. Es wird mit uns gemeinsam und auch allein Neues erlernen, entdecken und mit bereits vorhandenem Wissen verknüpfen. Um diesen Lern-und Entwicklungsweg für das Kind, aber auch für die Eltern deutlich zu machen, arbeiten wir mit dem Dokumentationssystem „Portfolio“. Das Portfolio gehört dem Kind und begleitet es während seiner gesamten Kindergartenzeit. Die Eltern bringen bei Kindergarteneintritt einen Hefter für ihr Kind mit in die Einrichtung. Mit Bild und Namen versehen, ist es für jedes Kind stets zugänglich. Denn die Kinder gestalten ihr Portfolio aktiv mit. Somit sind Lernschritte auch für die Eltern deutlich. Die Entwicklung der Kinder wird bei uns durch die Entwicklungstabelle nach Kuno Beller dokumentiert. Hierdurch erfahren wir den Entwicklungsstand, die Ressourcen und die Stärken der Kinder und können somit gezielt ihre Entwicklung unterstützen. Jährlich zum Geburtstag des Kindes finden darauf basierend Entwicklungsgespräche mit den Eltern statt. Auch das Portfolio des Kindes wird dabei mit herangezogen.

 

Kindergarten "Zwergenland"
Gartenweg 2
07586 Kraftsdorf OT Töppeln
Telefon: 0 36 5 - 52 83 8
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